Inhaltsstoff
MYRISTOYL TETRAPEPTIDE-13 D-LYSINE AMIDE
Stoffinformationen
Der Namensbestandteil "Myristoyl" bedeutet, dass der Inhaltsstoff als Fettsäurekomponente u. a. Myristinsäure (Tetradecansäure) enthält (meist über eine Acylierungsreaktion eingeführt). Peptide sind Verknüpfungsprodukte von einigen (Oligopeptide, z. B. 6 = Hexapeptid) oder vielen Aminosäuren (dann als Polypeptide oder Proteine bezeichnet). Inhaltsstoff auf Basis der Aminosäure Lysin (2,6-Diaminohexansäure). Amide sind allgemein Umsetzungsprodukte von Carbonsäuren (meist Fettsäuren) oder anderen Säuren mit Stickstoffverbindungen (Ammoniak oder Alkyl- und Alkanolamine, Aminosäuren u. a.) Beispiele: "Steraramide" sind Amide der Stearinsäure, "Cocamide" sind Amide von Kokos-Fettsäuren.
Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln
ANTIMIKROBIELL
Hemmt das Wachstum von Mikroorganismen (z. B. Bakterien und Pilze)
HAUTPFLEGEND
Hält die Haut in einem guten Zustand
TALGREGULIEREND
Hemmt die Talgproduktion
TENSID (EMULGIEREND) - EMULGATOR
Ermöglicht die Bildung fein verteilter Mischungen von Öl und Wasser (Emulsionen)
WIMPERNPFLEGEND
Pflegt und verschönert die Wimpern
Ursprung
synthetisch (Information könnte lediglich den Stand beim ersten Eintrag in das maßgebliche INCI Dictionary wiedergeben; weitere Herstellungsverfahren aufgrund des technologischen Fortschritts könnten auf Substanzen anderen Ursprungs zurückgehen)
Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika
Körpereigene Eiweißbausteine, sogenannte Peptide, spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel des Körpers. Sie signalisieren dem Körper, den körpereigenen Reparaturmechanismus der Haut in Gang zu setzen. Diese Erkenntnis nutzt die Kosmetik und setzt Peptide gerne in einigen Anti-Aging-Produkten ein (INCI: als Wortbestandteil -peptide). Peptide werden auch für die Haarpflege verwendet, z. B. in Shampoos, Spülungen und Kuren. Sie können in die innere Haarstruktur (Cortex) penetrieren und dort das Haar kräftigen. In der Gesichtspflege kommen beispielsweise spezielle Wirkstoffkomplexe zum Einsatz, in denen Peptide mit verschiedenen Vitaminen wie zum Beispiel Vitamin B3, Pro-Vitamin B5 und Vitamin E sowie weiteren Pflegestoffen kombiniert werden. Diese Wirkstoffkomplexe stimulieren die verlangsamte Regeneration der reifen Haut, stärken ihre Struktur und helfen so, Fältchen sichtbar zu reduzieren. Auch eine weitere Peptid-Gruppe wird zur Pflege der reifen Haut eingesetzt: Poly-Kollagen-Peptide. Sie bestehen aus verschiedenen Peptiden und Kollagen-Fragmenten, die das Verhalten von natürlichen, in der Haut vorkommenden Kollagen-Fragmenten übernehmen, die im natürlichen Reparaturprozess der Haut eine wichtige Rolle spielen. In Pflegeprodukten wird dieser Prozess nachgeahmt. Das Resultat ist eine Milderung von Linien und Fältchen. Das Aussehen und die Geschmeidigkeit der Haut verbessern sich. Emulgatoren werden in der Kosmetik häufig als Hilfsstoffe eingesetzt. Sie ermöglichen es, eigentlich nicht miteinander mischbare Komponenten, wie Öl und Wasser, in eine dauerhaft beständige Emulsion zu bringen. So können in kosmetischen Produkten sowohl wässrige als auch ölige Pflege- und Wirkstoffe in einem einzigen Produkt verwendet werden. Emulgatoren sind dazu in der Lage, da ihre Moleküle aus einem fettliebenden (lipophilen) und einem wasserliebenden (hydrophilen) Teil bestehen. Damit können sie die Grenzflächenspannung, die eigentlich zwischen zwei unverträglichen Stoffen wie Fett und Wasser besteht, vermindern. Emulgatoren werden insbesondere für Cremes, Lotionen und Reinigungsmittel eingesetzt. Inzwischen sind Emulgatoren allerdings weit mehr als nur Hilfsstoffe, die eine Emulsion stabil halten. Fettsäureester auf der Basis von Zucker, Lecithin oder Glycerinmonodistearat tragen beispielsweise dazu bei, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu verbessern und gelten damit auch als kosmetische Wirkstoffe.
Gehört zu folgenden Stoffgruppen
Regulierung von Kosmetika
Die Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln unterliegen gesetzlichen Regelungen. Bitte beachten Sie, dass für kosmetische Inhaltsstoffe außerhalb der EU andere Vorschriften gelten können.



